13.01.2005
Die Investitionen in die Verbesserung ihrer Suchmaschinen macht sich bei den Konkurrenten des Marktführers Google offenbar bemerkbar. In einer aktuellen Studie, dem Website Search Engine Watch, haben die Internet-Statistiker von Keynote Systems bessere Werte für Googles Rivalen gemessen als noch vor sechs Monaten. Damals wurde eine erste Erhebung noch von der Firma Vividence gemacht, die mittlerweile von Keynote Systems übernommen wurde. Es sei zwar noch kein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber die Verfolger würden aufholen, so das Fazit der neuen Erhebung.
"Google ist der König, was die Erfahrung der Kunden mit der Suchmaschinen-Industrie angeht, aber Yahoo, MSN und Ask Jeeves verbessern sich. Aufgrund der offenen Natur des Web werden diese Sites mehr Nutzer ansprechen und deren Loyalität wird sich erhöhen, wenn sie sich weiter verbessern. Fraglos wird sich das auf das Werbebudget auswirken", sagte Keynote-Managerin Bonny Brown.
Die aktuelle Studie basiert auf einem Test, den 2000 Webuser mit fünf führenden Suchmaschinen gemacht haben. Neben den bereits genannten wurde auch Lycos getestet. In drei Kategorien sollten die Testpersonen suchen -- nach Produkten, Shops und nach der Antwort auf eine Frage. Zudem wurden sie befragt, wie wahrscheinlich es sei, dass sie die gleiche Suchmaschine erneut nutzen würden. Darauf antworteten bei Google 92 Prozent positiv, aber immerhin 81 Prozent sagten dies auch bei Yahoo (vor sechs Monaten waren es noch 72 Prozent). Bei MSN verbesserte sich die Quote der erklärten Rückkehrer von 55 Prozent auf 61 Prozent. Ebenfalls verbessern konnte sich Ask Jeeves, 63 Prozent erklärten, sie würden die Suchmaschine wieder nutzen -- im Vergleich zu 51 Prozent beim letzten Mal. Bei der allgemeinen Kundenzufriedenheit konnte Yahoo mit 86 Prozent nun bereits mit Google gleichziehen.
Mehr Nutzer als bisher erklärten auch, dass sie Yahoo als ihre "primäre Suchsite" bezeichnen würden -- gut 61 Prozent nach 50 Prozent bei der letzten Erhebung. Google verschlechterte sich von 86 Prozent auf 84 Prozent. In einer Kategorie verlor der börsennotierte Branchenführer sogar die Spitzenposition: Nur 48 Prozent der Testpersonen fanden die richtige Antwort auf die Frage nach der Todesrate einer bestimmten demographischen Gruppe, nach den Eigenschaften eines Laptop oder nach einem Liedertext. Bei Yahoo hatten 57 Prozent Erfolg und bei MSN 56 Prozent.
Unter dem Strich präsentieren die Marktforscher folgendes Ranking:
1. Google
2. Yahoo
3. MSN
4. Ask Jeeves
5. Lycos
Doch auch wenn die Studie belegt, dass die Frage nach der Markführerschaft bei Suchsites nicht ein für alle Mal geklärt ist -- so schnell wird sich Google nicht vom ersten Platz vertreiben lassen. Mehr als zwei Drittel der Nutzer zeigten sich auch bei komplexen Suchen mit dem Ergebnis von Google zufrieden, die Rivalen erreichten allesamt schlechtere Werte. Eindeutig überlegen ist der Marktführer den Herausforderern auch bei der Schnelligkeit, mit der er die Suchergebnisse präsentiert. Allerdings besteht offenichtlich kein Grund für Google, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. (tol/c't)
12.01.2005
Firefox hat das Rennen gemacht, um andere Abkömmlinge auf Basis der Gecko-Maschine ist es vergleichsweise still geworden. Doch es gibt sie noch. K-Meleon startet dieser Tage mit einer neuer Beta-Version durch. Die Idee hinter dahinter besteht darin einen möglichst schlanken, simplen, schlichten Browser zu bauen, der sich was die Bedienung - und nur das - an den für viele zur Gewohnheit gewordenen Internet Explorer anlehnt.
Den meisten Menschen reicht bereits eine. Doch Googles maßloser Erfolg regt immer wieder umtriebige Programmierer und Unternehmer an, es auch einmal zu probieren. Kreative Ideen und Alternativen frischen den Markt auf.
23.08.2004
jux2 zeigt Unterschiede von Suchmaschinen-Ergebnissen.
Die neue Onlinetool jux2 zeigt, welche Unterschiede die Ergebnisse der wichtigsten Suchmaschinen (Google, Yahoo! und Ask Jeeves) liefern. Ergebnissseiten, die in einer Suchmaschine fehlen werden extra ausgewiesen.
30.07.2004
Fastbot ist ein Projekt der Agentur Pagedesign aus Deutschen Landen. Man gibt sich betont minimalistisch und verzichtet auf Extras ebenso wie auf Werbung. Auskunftsfreudig in eigener Sache ist man nicht, doch die auf deutschsprachige Seiten beschränkte, recht schnelle Suche im eigenen Index macht durchaus ihren Sinn.
Auch Gigablast ist eine Neuentwicklung, die auf einen eigenen Index setzt, der derzeit aus 640 Millionen Seiten besteht. Gigablast wurde als Einmann Projekt ins Leben gerufen, ist englischsprachig und bietet wie Google ein eigenes Archiv an. Leider fällt der Beschreibungstext der Fundstellen zu knapp aus, zudem erhält man Ergebnisse aus vielen Sprachen.
Wer es beim Suchen opulenter mag, dem sei Clusty an Herz gelegt. Eine Idee der Suchmaschine Vivisimo. Clusty ist eine Metamaschine ohne eigenen Index. Das Material stammt unter anderem von MSN, Gigablast, Lycos und Wisenut. Interessant ist dieser Ansatz vor allem deshalb weil sich Suchergebnisse nach Themen aufschlüsseln lassen, Cluster eben. Das funktioniert recht gut und macht gerade allgemein gehaltene Suchanfragen deutlich übersichtlicher. Wer mag kann über eine Reiterleiste auch gleich nach passenden Bildern oder Nachrichten Ausschau halten.
Snap verspricht gleich eine ganze Reihe neuer Ideen. So versucht man Auskunft darüber zu geben, wie andere Websurfer zuvor eine Fundstelle bewertet haben. Diese Daten werden nicht während der Benutzung der Suchmaschinen gewonnen, sondern wurden zuvor durch eine vorhergehende Auswertung der Logfiles einiger Großprovider bestimmt, was auch die Besuchszeiten der jeweiligen Sites einschließt. Das klingt spannend, bringt aber nur wenige Suchergebnisse zum Vorschein. Jedenfalls bislang, denn hier handelt es sich um eine Beta-Version. Dennoch kann jedes Suchergebnis bequem weiter eingegrenzt werden; verwandte Kategorien werden ebenso präsentiert wie vielfältige Möglichkeiten der Sortierung vorgesehen sind.